Zur Geschichte und zum Selbstverständnis

der Bildungsstätte Seeg

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Zwei Aufträge hat der Mensch:

Die Welt zu gestalten im Werk,

und aus dem Wesen zu reifen  

auf dem WEG.

Kein Segen auf dem Werk

ohne Reife –

Keine Reife ohne Bewährung

im Werk.

 

                           Karlfried Graf Dürckheim

 

Zur Geschichte und zum Selbstverständnis der Bildungsstätte Seeg

Die Bildungsstätte Seeg ist 1977 von Albrecht und Silvia Ostertag gegründet worden als ein Ort initiatischer Übung, ein Ort der

Meditation und der künstlerischen Praxis. Initiatisches Üben bedeutet immer eine Arbeit an sich selbst, die darauf ausgerichtet ist,

ein inneres Wissen, das unserem gewöhnlichen, gegenständlich fixierenden Bewusstsein verborgen bleibt, zu erschließen.

Inneres Wissen weiß um unser eigentliches Wesen, weiß um das Einssein mit dem Wesen alles Geschaffenen und um das Einssein

mit dem unnennbaren Grund, aus dem alles geschaffen ist. Sich der Erfahrung solch inneren Wissens zu öffnen und sich der

persönlichen Wandlung aus solchem Erfahren zu stellen im Denken, Fühlen und Handeln, ist der Sinn allen initiatischen Übens.

    Albrecht und Silvia Ostertag, beide Musiker, bekamen Impuls und Begleitung auf ihrem eigenen initiatischen Weg im

Wesentlichen durch die Begegnung und langjährige Arbeit mit Karlfried Graf Dürckheim, dessen Assistenten sie über

mehrere Jahre waren, durch Maria Hippius Gräfin Dürckheim, Dr. Ignaz und Sabi Tauber und Jacques Castermane,

dem Albrecht Ostertag seine Ausbildung in Aikido verdankt. Einschneidend war für Silvia Ostertag später das Zenstudium

bei Willigis Jäger, Koun Roshi, der ihr 1989 die Beauftragung als Zenlehrerin übertrug. Nach weiteren Studien,

vor allem mit Ryôun Roshi (Masamichi Yamada, Abt der Sanbô-Kyôdan-Schule), wurde sie 1994 als Lehrbeauftragte von

der Sanbo Kyodan Schule bestätigt und 2005 zum Associate Zenmaster (Rin’un Roshi) ernannt.

Im September 2010 hat Silvia Ostertag von Ryôun Roshi Dharma-Transmission erhalten. Damit hat Ryôun Roshi

Silvia Ostertag als Authentic Zenmaster zu seiner Nachfolgerin ernannt. (Sanbo-Kyodan-Homepage www.sanbo-zen.org)

    Albrecht Ostertag, der über viele Jahre die Aikidokurse der Bildungsstätte leitete, zog sich 1998 aus der Kursarbeit zurück,

um sich ganz auf die Einzelarbeit in Stimmbildung und die Ausbildungsarbeit in Gesang zu konzentrieren. 

    Hauptpfeiler des Programms waren Zazen (Sitzen in der Stille) und das Initiatische Gebärdenspiel, ein von Silvia Ostertag

entwickelter Bewusstwerdungsweg (siehe Text im Programm), in welchem gegebene Struktur und Spielraum den Übenden

zur eigenständigen Arbeit an sich selbst einladen.

    Die Arbeit der Bildungsstätte wurde wesentlich mitgeprägt durch die Zusammenarbeit mit fast ausnahmslos langjährigen

auswärtigen Referenten, die - in gemeinsamen Kursen mit Silvia Ostertag - ihre speziellen Übungsansätze als Ergänzung und Herausforderung beitrugen.

    Wer zu seiner eigenen initiatischen Übung erwacht, der findet in jeder Begegnung den Lehrer und in jeder Situation die allerbeste Gelegenheit,

um alte Sicherheit fahren zu lassen und über die Erfahrung von Urverbundenheit neue Lebendigkeit zuzulassen.

Herausforderung von außen erweist sich dabei mehr und mehr als Stimme von innen. Eigene Entwicklung steht im Dienste Aller.

 

Silvia und Albrecht Ostertag